Der erste Reiki-Grad – und jetzt?

Der erste Reiki-Grad – und jetzt?

Der erste Reiki-Grad – und jetzt?

 

Du hast deine Einweihung erhalten, und jetzt?

 

Du fragst dich vielleicht: wem kann ich was wann warum wieviel Reiki geben? Du hast ja ganz neu was gelernt und stellst fest: Wow, es klappt!

Du bist total begeistert (zumindest war es bei mir so) und willst alle behandeln und überzeugen und jedem was Gutes tun und die Welt retten, weil dir gar nicht in den Sinn kommt, dass das gar nicht jedermanns Sache sein muss.

Aber wie „überzeuge“ ich Leute? Was kann ich ihnen anbieten? Wie erkläre ich Reiki?

Ganz normale Überlegungen – völlig menschlich. Ich glaube, jeder macht sich diese Gedanken.

Mit der Zeit merkst du dann meistens: Ich KANN gar nicht die Welt retten und Menschen überzeugen, sich was gutes tun zu lassen. Und genau genommen musst du das auch gar nicht. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Du kannst Hilfe anbieten und sie gewähren, wenn du danach gefragt wirst.

Eigentlich solltest du mit dir selber anfangen. Dir selber Reiki geben und beobachten. Deine eigenen Erfahrungen sammeln. Wir fühlen sich deine Hände an? Wie ist deine Intuition? Was erkennst du? Aber vielleicht bist du auch ungeduldig und willst unbedingt anderen helfen und was gutes tun.

Oft fängst du dann mit Freunden und Familie an. Das ist okay und es funktioniert, solange diese Menschen sich tatsächlich interessieren.

Wenn das Thema für sie nicht interessant ist, legen sie sich vielleicht auf deine Liege, um dir einen Gefallen zu tun, damit du üben kannst. Allerdings bringt das dann wiederum gar nichts. Du bist frustriert, weil nicht viel passiert (Merke: Reiki wird nur so viel aufgenommen, wie der Empfänger haben will und vertragen kann – Wenn es einer also nur dir zuliebe tut, kannst du dir das Ergebnis vorstellen) und dein Empfänger denkt unhilfreicherweise eher, was ist denn das fürn Humbug…

Ich persönlich habe alles an „Nicht-Menschen“ behandelt, was mir zwischen die Finger kam. Ich habe an mir geübt. Wozu der erste Grad auch eigentlich gedacht ist. Die Energie spüren und fühlen lernen. Wie wirkt sie bei mir? Wann wirkt sie wie stark? Wo kann ich mir selber eine Hilfe sein?

Dann habe ich sämtliche Lebensmittel energetisiert. Schmecken sie dann anders? Halten sie länger? Sind sie besser verträglich? Nehme ich sie anders wahr, wenn ich mich mit ihnen beschäftige?

Und: Ich habe meine Katze behandelt. Es begab sich zu der Zeit – Nein, kein Gebot von Kaiser Augustus. Meine Katze wurde kastriert (ein Mädchen). Es war also eine größere Operation, die am frühen Nachmittag durchgeführt wurde. Als ich die arme Pauline abholen durfte, war sie noch so besoffen von der Narkose und ich hatte Angst, dass sie mir irgendwo rauf springen will, was sie dann nicht kann und mit dem blöden Trichter um den Hals, damit sie sich nicht den Bauch ableckt…

Ich habe also vom späten Nachmittag bis am nächsten Morgen auf meiner Couch gesessen, die Katze auf dem Schoß und die Hände aufgelegt. (Wenn ich ja eh da gesessen hab, konnte ich es ja mal probieren). Als wir zur Nachuntersuchung kamen, war die Wunde schon verheilt, geschlossen und die Fäden waren von alleine rausgefallen. Die Tierärztin war sehr verwundert, dass schon alles wieder gut war.

Aber ich hab nix gesagt. Was hätte ich auch sagen können oder sollen? Ich hab die Katze mit Reiki behandelt? Dafür war ich viel zu unsicher. Schließlich war mein Name nicht Jesus und ich hatte ja fast überhaupt noch keine Erfahrung. Mein Seminar war 3 oder 4 Tage her….

Also hab ich getan, als wüsste ich von nix und habe mir dann überlegt, wo ich Erfahrung herbekomme. Was mich dann dazu gebracht hat, die Welt retten zu wollen – ich bin gnadenlos gescheitert. Aus bekannten Gründen. Danach kam die Erkenntnis.

 

Und die Erkenntnis ist auch mein Rat an dich:

Fang bei dir an. So schwer es dir auch fallen mag. Ich verstehe wirklich dein Bedürfnis die Welt zu retten. Ging mir ja genau so. Aber du kommst nicht weiter damit.

Wie willst du jemandem etwas zu Reiki erzählen und erklären, wenn du nicht mal weißt, wie es bei dir wirkt?

Der erste Grad ist eine Einladung zum spielen. Spiele mit den Möglichkeiten. Besorg dir ein Tagebuch, gib dir jeden Tag selber Reiki. Schreib die Situation dazu auf, wie hast du dich gefühlt, vorher-nachher? Was hat es mit dir gemacht? Wie fühlen sich deine Hände an? Was verändert sich im Lauf der Zeit?

Probiere Reiki mit deinem Trinkwasser, mit Pflanzen, Lebensmitteln, Tieren (Tiere hauen übrigens ab, wenn sie genug haben).

Und wenn du dich dann sicherer fühlst und das Gefühl hast, so langsam weißt du, was du da eigentlich tust, dann kannst du dich ausweiten. Erzähle den Menschen was du machst, biete ihnen an, Reiki zu geben, lade sie ein, auszuprobieren und arbeite immer weiter an und mit dir selber.

Dann verschwindet die Verunsicherung und die überschäumende Ich-muss-alle-bekehren-Begeisterung ganz von alleine. Zurück bleibt innere Gelassenheit und Freude und du kannst mit einem Lächeln im Gesicht deinen Reiki-Weg beschreiten…

 

Ich wünsche dir die besten Erfahrungen mit Reiki! Und wenn du ein Seminar besuchen willst, findest du hier die Termine dazu. Ich freue mich auf dich!

Lass es dir gut gehen!

Deine Karin

 

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